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Die noch immer etwas gezwungene Unterhaltung wurde bald angeregter und natürlicher, wozu beſonders das freundliche und offene Benehmen der jetzt vierzehn⸗ jährigen Tochter des Freiherrn weſentlich beitrug. Roſe fühlte ſich freier, erzählte dem jungen Mädchen, daß ſie eine Schweſter in ihrem Alter habe, die ſie ſeit zwei Jahren nicht mehr geſehen, die ihr gleiche, und an welche ſie durch ihren Anblick lebhaft erinnert werde— kurz, es knüpften ſich bald nähere Beziehungen an, welche be⸗ ſonders Lieſel's offenes und leicht bewegliches Gemüth zu Gunſten der jungen, hübſchen Frau umſtimmten. Da der Schmied erklärt hatte, vor Nachmittag die zerbro⸗ chene Achſe nicht wieder herſtellen zu können, ſo lud der Freiherr Roſen zu einem Spaziergange in die Felder ein, und man ließ die Damen allein, die, wie immer, ſehr Vieles und doch an ſich ſehr Weniges mit einander zu verhandeln hatten. Gegen Mittag kehrten die Männer zurück; die Damen hatten es ſich nicht nehmen laſſen, dem angenehmen Geſchäfte der Toilette nochmals obzu⸗ liegen, und als ſie dann endlich wieder erſchienen, bot der Freiherr Roſe den Arm und führte ſie zu Tiſch.
Der Freiherr ſaß zur Seite Roſe's und entfaltete ſeine
ganze Liebenswürdigkeit, um die Erinnerung an das
letzte Zuſammentreffen bei ihr zu verwiſchen; es gelang ihm dies bei dem etwas leichten Sinn, mit welchem Roſe die Dinge und Verhältniſſe auffaßte, auch bald, und die Unterhaltung wurde lebendig und ungezwungen.


