Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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geſtaltet, der Haß gegen die Franzoſen nahm vielmehr von Tag zu Tag zu. Tyrol befand ſich in vollem Auf ſtande; in Galizien war noch keine Entſcheidung erfolgt; in Wefffalen hatte Dörnberg das Volk zu den Waffen gerufen, und das Corps des Herzogs von Braunſchweig war in Sachſen eingedrungen und ſtand in Zittau; der Major von Schill war ohne Befehl des Königs von Preußen mit ſeinem Regimente in Wefffalen eingefallen; in Italien hatten die Oeſterreicher zuerſt gegen Eugen einige Erfolge gehabt, mußten aber nun über die Alpen⸗ päſſe zurückweichen, und die franzöſiſch⸗italieniſche Armee ſtand im Begriffe, den Sömmering zu überſchreiten und ihre Vereinigung mit der Hauptarmee zu bewerkſtelligen. Durch alle dieſe ungünſtigen Erfolge war jedoch der Muth des öſterreichiſchen Kabinets keineswegs gebrochen; die Hauptarmée unter dem Befehle des Erzherzogs Karl konzentrirte ſich in der Umgegend von Wien auf dem linken Donauufer, und es gewann den Anſchein, als ſoll⸗ ten die Bewohner der Stadt von ihren Thürmen aus Zeugen des bevorſtehenden Entſcheidungskampfes werden. Nach dieſer kurzen Ueberſicht der politiſchen Ereigniſſe nehmen wir den Gang unſerer Erzählung wieder auf. An einem Morgen in den letzten Tagen des Monats Mai ging der Freiherr von Wallingen in ungewöhnli⸗ cher Aufregung mit raſchen Schritten in ſeinem Zimmer auf und ab. Der kleine Raum ſchien für dieſe lebhafte Bewegung viel zu beengt, denn der Freiherr war genö⸗