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dem Glücke und der Ruhe Anderer. Gute Nacht, bis morgen.
Rudolf ſah dem fortgehenden Freunde ſo lange nach, als es die Dunkelheit des Abends geſtattete, und achtete nicht darauf, daß der Wind ihm den Schnee mit tollem Jagen in's Geſicht trieb. Erſt als Venner's Geſtalt ver⸗ ſchwunden war, ging auch er in tiefe Gedanken verſun⸗ ken und ohne die freudige Aufregung zu empfinden, welche in dem Herzen eines Soldaten durch die Gewiß⸗ heit eines nahe bevorſtehenden Krieges ſonſt immer her⸗ vorgerufen wird.
Aennchen ſaß wie gewöhnlich am Fenſter mit ihrer Arbeit beſchäftigt, aber ſo ſehr ſie ſich auch anſtrengte, es wollte ihr heute damit nicht von Statten gehen. Ihre ſonſt ſo fleißigen Hände ſchienen eine entſchiedene Abnei⸗ gung gegen jede Beſchäftigung zu haben, denn ſie hörten immer von ſelbſt wieder damit auf und legten ſich dann ganz ohne Befehl in einander, wie ſie gewohnt waren zu thun, wenn die Seele ihrer Eignerin ſich im Gebete erhob.
Dieſe ſelbſt achtete der widerſpenſtigen Hände nicht, ſie ſaß gedankenvoll und blickte träumeriſch hinaus in das kleine Gärtchen vor ihrem Fenſter, welches mit dem Märzſchnee, wie ihre eigenen Augen mit den Thränen, im Kampfe lag. Venner hatte ihr geſtern mitgetheilt,


