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gehen! ſetzte er mit einem Seußzer hinzu, welcher deut⸗ lich zeigte, wie ſehr er ſelbſt daran zweifelte.
Du glaubſt nicht daran, ich weiß es. Nimm mir wenigſtens meinen Glauben, meine Hoffnung nicht— ich bin ja bereit, für die Ehre, für die Freiheit, für Kö⸗ nig und Vaterland zu ſterben, und halte einen ſolchen Tod für ein hohes Glück gegen dieſes Leben der Schmach!
Und Aennchen? fragte Venner leiſe.
Wie kommſt du auf Aennchen? erwiederte Rudolf, indem ſich ſeine hohe Geſtalt voll aufrichtete.
Wenn du dieſe Frage vielleicht mir auch nicht beant⸗ worten willſt— dir ſelbſt wirſt du die Antwort nicht vorenthalten können.
Meinſt du?— Glaubſt du wirklich dieſe— ulrich, ſagte er dann— erzeige mir noch einen großen Liebesdienſt, benachrichtige Aennchen davon, daß ich in den Krieg ziehe— mir wird dies zu viel werden, ich habe dann immer noch den Abſchied.
Wenn du es verlangſt, ſoll es geſchehen. Ich hatte mir gedacht, du würdeſt die wenigen Tage deiner An⸗ weſenheit noch benutzen...
Nein, nein, fiel ihm Rudolf in die Rede— für mich giebt es kein Glück, giebt es keine Ruhe, ſo lange wir in dieſen Sklavenfeſſeln ſchmachten.
Ich werde deinen Wunſch erfüllen; aber bedenke auch, daß ein Jeder mit ſeinem eigenen Glück, mit ſeiner eige⸗ nen Ruhe nach Belieben ſchalten kann, aber nicht mit


