Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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als ſolches anzuſehen, deshalb kann es mir gleichgültig ſein, wie ihr in dieſer Beziehung denkt. Ich bin eine geborene Oeſterreicherin, und wenn ich auch dir als dein Weib hierher gefolgt bin, ſo liebe ich meinen guten Kaiſer doch nach wie vor von ganzer Seele.

Sie hatte ſich bei dieſen Worten aus ihrer liegenden Stellung erhoben und die Hand wie zur Betheuerung auf ihr Herz gelegt.

Nie in meinem Leben, fuhr ſie fort, während ihre Augen immer glänzender und ſtrahlender leuchteten, werde ich Etwas thun, was meinem Kaiſer oder meinem Vater⸗ lande zum Nachtheile gereichen könnte, niemals meinen Vater dazu verleiten, ſondern ihn warnen und daran zu hindern ſuchen. Ihr, die ihr kein Vaterland haben wollt und dieſe Franzoſen vergöttert, fragt dieſe doch ein⸗ mal, ob ſie auch kein Vaterland anerkennen. Da wird Euch ſofort das Gegentheil klar werden, da werdet ihr vonla belle France und vonla grande nation hören und erkennen, wie ſtolz auch der niedrigſte Fran⸗ zoſe auf dieſes ſein Vaterland iſt. Haller geht als fran⸗ zöſiſcher Emiſſär nach Wien mit der Abſicht, Oeſterreich zu ſchaden, ſo viel es in ſeiner Macht ſteht, ich werde niemals dazu mitwirken, ſetzte ſie mit erhobener Stimme hinzu, niemals mit einem ſolchen Manne zuſammen reiſen! Ich kenne dich gar nicht wieder, Roſe, entgegnete ihr Mann, ſie voll Erſtaunen betrachtend, und habe wirklich

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