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Du machſt mich wirklich neugierig. Aber du mußt mir verſprechen, nicht böſe zu werden, ſondern mich ruhig bis zu Ende zu hören.
Du beginnſt ja ganz feierlich, Roſe, erwiederte er, mit zunehmendem Intereſſe ſeine Frau betrachtend, die ihm ſeit langer Zeit nicht ſo ſchön vorgekommen war.
Ich reiſe nicht nach Wien, wenigſtens jetzt nicht.
Aber, Roſe, rief er aufſpringend, ich verſtehe dich nicht mehr! Deine Launen überſchreiten alles Ziel und Maß! Jetzt, nachdem alle Vorbereitungen getroffen ſind, dein Vater benachrichtigt, der Reiſewagen gepackt iſt und du einen Reiſegefährten gefunden haſt, wie ihn der Zu⸗ fall dir ſchwerkich zum zweiten Male zuführen wird— jetzt fällt es dir mit einem Male ein, nicht reiſen zu wollen!
Du verſprachſt mir, nicht heftig zu werden, und läſ⸗
ſeſt mich nicht einmal ausreden, hörſt gar nicht meine Gründe an.
So ſprich denn!
Haller hat ſich jetzt ganz der franzöſiſchen Parte an⸗ geſchloſſen und daraus gegen uns kein Hehl gemacht, du, Bernhard, biſt ſeinen Anſichten überall beigetreten. Ich habe in meiner Seele eigentlich darüber einen Schmerz empfunden, denn es wäre doch ſehr traurig, wenn der Menſch wirklich kein Vaterland haben und Nichts mehr dafür empfinden ſollte. Preußen iſt jedoch nicht das meinige— du haſt auch noch nie von mir verlangt, es


