Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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kann, wo kein einziges Stück Vieh mehr iſt, kann Nichts bringen, hat keinen Werth mehr.

Warten Sie das ab, Herr Süßmacher, ſagte der Freiherr, ſichtlich bemüht, ſeinen Zorn zu unterdrücken; es iſt das Alles meine Sache, und ich werde Rath

ſchaffen.

Was nützt mir Rath ſchaffen, wenn mein Geld ver⸗ loren gegangen iſt! Rath ſchaffen, kann Jeder ſagen; ich will mein Geld haben, Herr Baron!

Ihr Geld haben? erwiederte der Freiherr, ohne ein ſichtliches Erſchrecken nicht verbergen zu können; die Zin⸗ ſen ſind ja erſt zu Neujahr fällig, Herr Süßmacher, und ſollen dann pünktlich entrichtet werden.

Was thue ich mit den Zinſen, Herr Baron, wenn mir das Kapital verloren geht! Ich bin ſelbſt in einer ſchrecklichen Klemme, Niemand bezahlt mehr, alles baare Geld verſchwunden, die Treſorſcheine wer nimmt ſie? immer neue Steuern, neue Auflagen! Schlechte, miſerabel ſchlechte Zeiten, Herr Baron, man muß ſein Weniges zuſammenhalten!

Ich dächte, Sie hätten doch ſehr vortheilhafte Liefe⸗ rungsgeſchäfte mit den Franzoſen gemacht, Herr Süß⸗ macher, und machten ſie noch alle Tage.

Alle Tage? Ich wollt, es wäre wahr, aber es iſt nichts Wahres daran, Herr Baron, lauter Lügen. Es geht ſchlecht, ſehr ſchlecht; Sie werden's mir daher nicht verdenken, daß ich Ihnen das Kapital kündige.