Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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zu ergötzen, und ich habe es nicht dahin bringen können, mir dieſes harmloſe Vergnügen zu verſagen, obgleich ich zu der Erkenntniß gekommen war, daß ich damit ein Unrecht beging. Aber der Menſch wird niemals ganz vollkommen, und ich konnte mich zu dieſer Entſagung nicht erheben.

Nun, und weiter? fragte Venner, als Baumann wie⸗

der ſchwieg.

Weiter? das Weitere war alles ganz logiſch und in der Ordnung. Noch an demſelben Tage wurde ich in das Gefängniß gebracht und wegen Mißhandlung eines franzöſiſchen ich weiß nicht, was der Kerl war zu ſechswöchentlicher Einſperrung verurtheilt. Man muß es den Franzoſen laſſen, ſie machen ihre Angelegenheiten kurz und bündig ab. Nach unſerem Brauch hätte ich vielleicht vorher eben ſo lange in Unterſuchungsarreſt ge⸗ ſeſſen. Hier war am anderen Tage Verhör, man las mir mein Verbrechen vor, und da ich Nichts erwiederte, ſprach man das Urtheil; Alles in Einem Athem und

ohne Abſatz. Geſtern war meine Zeit um, man ließ mich

wieder laufen, und dies iſt mein erſter Ausgang in's Grüne, das ich ſo lange ſchmerzlich vermißt habe.

Es thut mir herzlich leid, Herr Baumann, ſagte Venner, ihm die Hand reichend, daß ich erſt jetzt von Ihrem Schickſal Kunde erhalte; ich bekenne mich in die⸗ ſer Beziehung für ſchuldig und bitte, mir deshalb nicht zu zürnen.