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Venner hatte den Sprechenden in dieſer abſchweifen⸗ den Betrachtung abſichtlich nicht unterbrochen, denn er wußte aus Erfahrung, daß dies von keinem Nutzen ſein würde. Was war denn die Urſache Ihrer Verhaftung? fragte er daher, ohne Weiteres zu bemerken.
Die Urſache? ja ſo, habe ich Ihnen das noch nicht geſagt? Nun, dann werden Sie es ſich leicht denken können. Der Franzoſe wurde mir bald durchaus uner⸗ träglich. Er hatte nicht eine Idee von Muſik, kratzte auf ſeiner Amati, wie er den Kaſten nannte, herum, daß ich hätte in die Luft fliegen mögen. Da wurde ich ihm zuerſt bohnenſtroh-grob, einmal, weil mir dies ein Bedürfniß war, und dann, weil ich glaubte, er würde endlich abziehen. Aber der Kerl war wie ein Pechpfla⸗ ſter, er lag feſt und fing ſogar an zu ziehen, das heißt, er ſpionirte mit ſeinen ſtechenden Augen im Hauſe her⸗ um, und endlich erkundigte er ſich geradezu bei meiner Frau nach meiner Tochter und machte ihr Anerbietun⸗ gen! Ja, Anerbietungen! Ich kam darüber hinzu, ſchlug ihm ſeine Amati auf dem kahlen Hirnſchädel entzwei, daß die Stücke, das heißt nur der Amati, nebſt der pa⸗ riſer Lockenperrücke auf der Erde herumlagen, und warf ihn ſchließlich zum Hauſe hinaus. Ach! es war einer der genußreichſten Augenblicke meines Lebens, als der feige Lump mit kahlem Kopfe Reißaus nahm.— Ich hatte während meiner Beſſerung täglich zwei Stunden gegen Abend dazu beſtimmt, mich an dieſer Erinnerung


