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Haupt ohne Furcht und Beſorgniß, ſelbſt nicht in der elendeſten Hütte, zur Ruhe legen können.
So ſchlimm iſt es dir ergangen, armer Freund? biſt du denn nicht ein auf Ehrenwort entlaſſener Offizier?
Wäre ich's, würde ich nöthig haben, mich zu ver⸗ bergen? Nein, mögen meine Kameraden über dieſen Punkt denken, wie ſie wollen, ich habe mein Ehrenwort nicht gegeben, ich habe mich, nachdem ich an jenem unglück⸗ lichen Tage, verwundet und ermattet, gefangen wurde, mit vielen Tauſenden Gemeiner und Unteroffiziere und auch noch einigen meiner Kameraden, bis nach Frankreich transportiren laſſen, dann erſt in der Gegend von Metz gelang es mir, zu entfliehen. Laß mich dir nicht be⸗ ſchreiben, was ich ausgeſtanden; moraliſch bis zur Ver⸗ zweiflung niedergebeugt, verwundet, ausgeplündert, unter einer zum Theil barbariſchen, immer aber kaum den nöthigſten Lebensunterhalt gewährenden Behandlung faſt erliegend, bin ich ſechs Wochen als Gefangener fortge⸗ ſchleppt worden, und als ich mich endlich befreit hatte, mitten im Winter im Lande des Feindes— da habe ich während der Tage im Walde, oder, wenn es beſon⸗ ders günſtig war, in einem verlaſſenen Gebäude gelegen, und Nachts bin ich weiter gewandertz von Kälte und Hunger oft bis zum Tode ermattet.
Als ich den Rhein überſchritten hatte, ging es zwar etwas beſſer, ich fand hin und wieder ein mitleidiges
und auch noch patriotiſches Herz, Leute im Kittel und


