wie wird das Ende ſein, das Ende dieſer Schmach— o! warum verſchonten mich die Kugeln des Feindes, warum mußte ich, und als Gefangener des Siegers, den Abend des Tages von Jena erleben?
Klage nicht, jammere nicht, erwiederte der Andere faſt hart, das ganze Land iſt eine große Klage und ein großer Jammer, die Zeit iſt ſo ſchwer und ſo ernſt, daß man nur die Wahl hat, entweder mit der großen Maſſe zu gehen, das heißt in die Vergötterung des erhabenen Siegers mit einzuſtimmen...
Davor möge uns Gott gnädig bewahren! ſchaltete Rudolf ein...
.. oder gegen den Strom zu ſchwimmen, was aller⸗ dings mit vielfachen Schwierigkeiten, mit Muth und Ausdauer verbunden ſein muß. Man wird dabei zugleich nöthig haben, überall das ſtille Waſſer aufzuſuchen und
die Mitte der großen Fahrbahn zu meiden.
Befinden wir uns nicht ſchon in ſolch' einem ſtillen Waſſer, Freund? Wie danke ich es dem Zufall, daß er mich dir, den ich vor Allen zu finden wünſchte, ſo ſchnell zuführte— doch erſt laß mich mit dir anſtoßen, mich drängt es, den Klang eines Glaſes zu hören, das von eines Freundes Hznd gehalten wird— o! du glaubſt nicht, Ulrich, wie werthvoll all' dieſe ſo gleichgültig ſchei⸗ nenden Dinge für uns werden, wenn wir Monate lang wie ein wildes Thier oder wie ein vogelfreier Verbrecher herumgehetzt werden und an keinem Abend unſer müdes


