Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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8 fernung an Harrh vorüberfahren zu wollen. Seine Angſt hatte den höchſten Punkt erreicht; er warf ſeine Kleidung von ſich, riß ſein Hemd über den Kopf, hob es in ſeiner Rechten hoch empor und ſchwenkte es über ſich durch die Luft.

Gott ſei gedankt! rief er nach einer Weile aus, denn man hatte ihn bemerkt, das Schiff änderte plötz lich ſeine Richtung und kam jetzt gerade auf ihn zu. Er ſah, wie die Mannſchaft Vorbereitungen traf, um ihn aufzufiſchen, denn es ſtellten ſich mehrere Männer auf die Brüſtung und hielten Taue in ihren Händen. Brauſend ſchnitt das prächtige Schiff durch die Wogen auf Harrh zu, wandte ſich aber halb gegen den Wind, wodurch ſeine Eile ſofort gemäßigt wurde, und trieb nun langſam an den Verunglückten heran. Da flogen drei lange Taue, zugleich von den Matroſen geworfen, nach ihm hinab, er ergriff eins derſelben mit beiden Hän⸗ den, klammerte ſich daran feſt und wurde, bis an die Seite des Schiffes gezogen, wo hinunter mehrere der Mannſchaft ſtiegen, ihn erfaßten und auf das Ver⸗ deck hinauf beförderten Kaum aber hatte er daſſelbe betreten, da ſank er wie leblos zuſammen und eine tiefe Ohnmacht bemächtigte ſich ſeiner. Als er wie⸗ der zu ſich kam, lag er im Schatten der Segel auf einem Lager von Decken hingeſtreckt und um ihn her