Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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der, er richtete ſich möglichſt hoch empor und hielt ſei⸗*

nen Blick unbeweglich auf das Schiff gerichtet, um zu ſehen, ob es näher käme. Schon nach Verlauf einer halben Stunde tauchte das ganze Fahrzeug über dem Meere auf, ſodaß Harry den Rumpf deſſelben wie einen ſchwarzen Punkt unter dem Segel erkannte. Wie aber war es möglich, daß das Schiff näher kommen konnte, da doch in Harrh's Nähe ſich kein Lüftchen regte? Der Wind mußte von dort her mit ihm im Heranzie⸗ hen ſein. Es kam aber augenſcheinlich näher und zwar in gerader Richtung auf den Schiffbrüchigen zu. Er betete, flehte, rang die Hände, weinte und gelobte, nun und nimmer wieder etwas zu thun, wodurch er ſtrafbar würde. Jetzt kam der Wind vor dem Schiffe hergezogen, ein langer weißer Streif auf den Wogen kün⸗ dete ihn ſchon von weitem an, und bald ſpielte er er⸗ friſchend um Harry's heißen Mund. In kurzer Zeit mußte man ihn von dem Verdeck des Schiffes aus ſe⸗ hen können. Wie aber, wenn man ihn nicht gewahrte und an ihm vorüberſegelte? Der Gedanke erfaßte Harry mit Entſetzen, er ſtierte nach dem Schiffe hin, als woll⸗ ten ſeine Augen aus ihren Höhlen ſpringen, er hob ſich ſo hoch empor, als es ihm möglich war, und winkte fortwährend mit der Hand. Das Fahrzeng kam mit vollen Segeln ſchnell heran, ſchien aber in einiger Ent⸗