Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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bald ſeinem Ende zuführen und ihm die letzten Kräfte rauben, ſodaß er ſich nicht mehr auf dem Bret über Waſſer halten konnte.

Die Sonne ſtieg blutroth über dem Meeresrande auf und zeigte Harry abermals die ganze Oede, die ihn umgab; wieder ließ er ſeinen Blick um den Horizont wandern, aber kein Rettungszeichen wollte ihm erſchei⸗ nen. Alle Hoffnung war hin und die wilde Verzweif⸗ lung machte einer dumpfen Ergebung in ſein Schickſal Platz. Dennoch hielt er ſeine Hände gefaltet, wie er ſo auf und ab über die ſich immer mehr glättenden Wogen hinfuhr, und flehte ſeinen Schöpfer um Hülfe an. Er hatte lange Zeit ſo in ſtumpfer Abſpannung auf dem ſich ſchaukelnden Bret geſeſſen, ohne um ſich zu ſchauen, der Wind war vollſtändig erſtorben und die Sonnenglut begann ihn wieder unerträglich zu martern, als er hinter ſich ſchaute und einen weißen Punkt ge⸗ wahrte, der ihm über den Meeresrand hervorzuragen ſchien. Im nächſten Augenblick aber war er wieder in die Vertiefung zwiſchen zwei Wogen geſunken und verlor dadurch den Punkt aus den Augen. Als ihn aber die fol⸗

gende Welle abermals emporhob, hatte er ihn ſofort mit

ſeinem ſpähenden Blick erfaßt und überzeugte ſich jetzt, daß es wirklich ein Segel war, welches hinter ihm her⸗ kam. Neues Leben, neue Kraft fuhr durch ſeine Glie⸗