Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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bleiben. Der Schlaf wurde immer mächtiger, die Lider wurden immer ſchwerer und die Kräfte ſchienen aus ſeinen Händen zu entweichen. Plötzlich ſchloſſen ſich ſeine Augen, ſeine Arme ſanken an ihm herab, ſein Oberkörper neigte ſich auf die Vohle, und mit ihr um⸗ ſchlagend ſtürzte er in die Flut. Wie ein Blitzſtrahl ſchoß die volle Beſinnung wieder in ihn zurück, er griff um ſich und faßte durch das Waſſer hin die Rettungs⸗ bohle war verſchwunden. Mit verzweifelter Angſt hob er ſich hoch über die Flut empor und ſchaute um ſich, denn der Tag war ſchon im Nahen und er konnte ſeine nächſte Umgebung erkennen. Sein Blick von der Höhe der Welle ſuchte vergebens nach dem Stück Holz, und mit dem ſichern Bewußtſein, daß es jetzt mit ihm zu Ende gehe, ſank er mit der Flut in die Vertiefung hinab. Noch einmal hob er flehend ſeine Augen zum Himmel auf und über ihm aus der Spitze der nächſten Woge ſchaute das Ende des Bretes hervor. Er raffte alle Kräfte zuſammen, Zug um Zug riß er die Arme durch das Waſſer und nach wenigen Augenblicken hielt er das Holz wieder umfaßt. Jetzt blieb er wach, der letzte Anflug von Schlaf war aus ihm verſchwunden, wenn auch ſeine geiſtige und körperliche Mattigkeit raſch 40 zunahm. Er fühlte es, lange konnte er nicht mehr le⸗ ben, der Durſt und jetzt auch der Hunger mußten ihn