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um Rath, was ſie ſingen ſolle, und leiſe, ſchwer⸗ müthige Accorde waren deren Antwort. Sie wogten ſtärker, ſie wurden voller und mächtiger, ſie verbanden ſich zu einer ſüßen, melodiſchen Weiſe, und jetzt er⸗ klang Berenicens wunderbar reine Stimme im Geſang. Die Saiten rauſchten gewaltiger und ſtürmiſcher, feu⸗ riger und leidenſchaftlicher ertönte das Lied, die Augen der ſchönen Sängerin ſtrahlten wie Gluth erſter Liebe, die ſie beſang, ein tiefer Sturmaccord ſchallte plötzlich durch den Saal, mit lautem, gellendem Pfiff ſprang eine Saite und Berenice ſank kraftlos vornüber gegen das Inſtrument.
Entſetzt, und wie von der Hand des Todes be⸗ rührt, ſtürzte ihre Mutter ihr zu Hülfe, richtete ſie in ihren Armen auf und Berenicens bleiches Antlitz ſank zurück gegen Elviſens Bruſt.
Helles purpurrothes Blut färbte jetzt der Sängerin ſchönen Mund und die reichen Falten des weißen Atlasgewandes, welches ihre edele Geſtalt umgab, ihre Augen waren halb geſchloſſen und ihre Arme hingen machtlos neben ihr herab. Es war ein Blut⸗ gefäß in Berenicens Bruſt geſprungen.
Die Verzweiflung ihrer Mutter war herzzerreißend, bebend und zitternd hielt dieſelbe ihre Tochter in ihren Armen und küßte das warme Blut von deren bleichen Lippen, als Ralph ihr behülflich ſein wollte, Berenice nach ihrem Zimmer zu tragen; doch Elviſe


