Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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endlich Ralph auf Berenicens Erſcheinen beſtand, und verkündete, daß an dieſem Abend ſich viele Gäſte ein⸗

ſtellen würden, die ihr zu ihrer Wiedergeneſung Glück wünſchen wollten. Sein Wille mußte befolgt werden, und Berenice

erſchien Abends, wie früher, in reichem Gewand und geſchmückt in der zahlreichen Geſellſchaft, die ſich in dem Saal eingefunden hatte.

Das ſchöne Roth war aber von ihren Wangen gewichen und auf ihrer ganzen, zauberiſch reizenden Erſcheinung lag ein leidender Ausdruck.

Die herzliche, aufrichtige Theilnahme und Freude, womit man ſie empfing, ließ ſie jedoch bald das un⸗ beſtimmte Gefühl von Unwohlſein vergeſſen und weckte wieder ihre frühere Heiterkeit; ihre Unterhaltung wurde immer lebendiger, ſie ſcherzte hier, lächelte dort und gab endlich den vielen Bitten der Gäſte und Ralph's nach, zu fingen, obgleich Elviſe Einwendun⸗ gen dagegen machte.

Ralph ſelbſt hob den Ueberzug von der reichen,

prächtig vergoldeten Harfe und trug ſie vor den ſammetnen Seſſel, auf dem Berenice ſaß.

Wie eine Erſcheinung aus einer ſchönern Welt, hielt dieſe die Harfe einige Augenblicke in ihrem blendend weißen Arm und neigte ſinnend ihr ſchwarz⸗ umlocktes Haupt, dann ließ ſie ihre Alabaſterfinger leicht über die Saiten gleiten, als frage ſie dieſelben