Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Montelard es ihr zu und drückte den Knaben freudig an ſeine Bruſt.

Kein Fremder ſtörte heute die Glücklichen in ihrer unverhofften Wonne, die ſie beſchloſſen vor der Welt geheim zu halten, bis Montelard ſich die gerichtliche Beſcheinigung von Ralph's Tod verſchafft haben würde. Dann ſollte das Schild des Gaſthauſes entfernt, die Wirthſchaft aufgegeben und nur eigenem, ſtillem, ehelichem Glück gelebt werden. Nur der treuen Eva konnte Eloiſe ihre Seligkeit nicht verheimlichen, ſie theilte ihr Alles, was ſich zugetragen, in dem Ueber⸗ maß ihrer Gefühle mit und die Selavin betheiligte ſich mit hochſchlagendem Herzen an dem Glücke ihrer Herrin.

Während der Hitze des Tages weilten die Liebenden in traulicher Unterhaltung über ihre Zukunft in den kühlen, luftigen Räumen des Hauſes, und als der Tag ſich neigte, ſuchten ſie die dunkeln Schatten des Waldes, in denen ſie Arm in Arm auf dem Lieb⸗ lingspfad an dem brauſenden Waſſer hinwandelten.

Die Natur prangte in ihrem reichſten Schmuck; das hohe Laubdach, welches die koloſſalen Bäume über dem Bache wölbten, war mit prächtigen Blüthen durchſäet, an dem tauſendfach verſchlungenen Ranken⸗ geflecht, welches, von Aſt zu Aſt geſchwungen, in langen Guirlanden aus der grünen Kuppel herabhing, glänzte und leuchtete in den hier und dort durch⸗