Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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daß ſie nicht wußte, was ſie erwiedern ſollte; ſie fühlte, wie äußerſt nothwendig Hülfe war, und zugleich wider⸗ ſtrebte es ihrem Gefühl, dieſelbe anzunehmen. Sie ſchämte ſich in ihres Gatten Seele, daß er ſie in einer ſolchen Lage zurückgelaſſen hatte, und gern würde ſie in dieſem Augenblick alle Schuld deſſelben auf ſich ſelbſt genommen haben. Montelard's Scharfſinn aber war ihr zu gut bekannt, als daß ſie vor ihm ihre Lage hätte verheimlichen, oder das Unrecht ihres Mannes beſchö⸗ nigen können. Sie fand keine Antwort.

Dieſe kleine Hülfe iſt wahrlich Ihres Seits kaum des Dankes werth, fuhr Montelard mit mildem über⸗ redendem Ton fort.Legen Sie dagegen mein Leben in die Wagſchale. Nicht wahr, Sie verſprechen es mir, mich nicht mit meiner Bitte zurückzuweiſen? Ich werde einen neuen Beweis Ihrer Freundſchaft darin er⸗

kennen.

Ich bin ſehr unglücklich, Herr Montelard! ſagte Elviſe mit bebender ohne zu ihrem Begleiter aufzublicken.

Sie haben einen lieben Knaben, der Ihrem Daſein ein ſchönes Ziel giebt und alle Widerwärtig⸗ keiten und Beſchwerden Ihres Lebens verſüßen wird. Nur, wenn der Menſch allein ſteht und Niemanden in der Welt hat, für den er lebt, für den er mit Liebe wirkt und ſorgt, iſt er unglücklich, ſagte Montelard mit traurigem Tone und ſetzte dann bittend hinzu: