Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Wunſch, den ſie fühlte, wenn ſie ihn auch nicht gegen ſich ſelbſt ausſprach.

Die Nacht brach herein, der Whippoorwill(die Nachtſchwalbe) rief in dem nahen Walde klagend und ſchauerlich ſeinen eignen Namen und die Sterne be⸗ gannen zu funkeln und zu blitzen. Elviſe ſaß immer noch mit ihrem Knaben im Arm und mit gram⸗ und ſchmerzerfüllter Bruſt unter der Veranda und ſchaute trocknen Auges in die Dunkelheit hinaus.

Plötzlich drangen leiſe Saitentöne in ſüßen lieb⸗ lichen Weiſen durch den Gang zu ihrem Ohr, zau⸗ beriſch ſchmelzend und beſänftigend, wie Klänge aus einer beſſern Welt, berührten ſie ihre Seele, und ihr Schmerz fand mit einem Thränenſtrom den Ausweg aus ihrer beengten Bruſt.

Sie erkannte die Töne wieder, es waren die Laute

von Montelards ihr unbekanntem Inſtrument, die jetzt durch die geöffnete Thür ſeines dunkeln Zimmers in den Corridor hervorſtrömten. Sie lauſchte den Me⸗ lodien, den Schöpfer derſelben aber ſah ſie in Ge⸗ danken vor ſich, ſchön, edel und dankbar.

Dem Vergleich zwiſchen ihm und Ralph, den ſie ſchon oft gewaltſam in ſich erſtickt hatte, gab ſie jetzt Raum in ihren Gedanken, mit jedem Aecord, der von den Metallſaiten zu ihrem Ohr herüberſchwebte, ſtieg Montelard hehrer und herrlicher vor ihrer Seele auf, und Ralph ſank in gleichem Maaße als verworrenes

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