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einen Almoſen giebt man einem Bettler,“ ſagte Mont⸗ elard mit dumpfer Stimme, und eine Wolke des Miß⸗ muths überzog ſeine hohe ſchöne Stirn, indem er die Hand mit dem Ringe finken ließ.
„Nein, nein, Sie mißdeuten meine Weigerung, ich nehme den Ring von Ihnen und werde ihn als theueres Andenken an Sie bewahren,“ ſagte Elviſe ſchnell, indem ſie Montelard ihre kleine Hand hin⸗ hielt und dieſer mit freudigem Lächeln ihr den Ring hineinlegte.
In dieſem Augenblick trat Guy, der Neger, aus dem Hauſe und reichte Elviſen Ralph's Brief.
„Ein Brief von meinem Gatten!“ ſagte ſie über⸗ raſcht und wollte ſich erheben, um in ihrem Zimmer das Schreiben zu öffnen, Montelard aber hielt ſie mit den Worten zurück:
„Leſen Sie den Brief hier, ich bitte, auch ich nehme großen Antheil an dem Schickſal Ihres Gemahls, denn er war es ja, der mir hier ein Aſyl bewilligte.“
Eloiſe blieb und erbrach das Schreiben. Ralph zeigte ihr darin an, daß er mit einem bedeutenden Ge⸗ halt als Indianeragent angeſtellt ſei, und daß er erſt Tages nach Tampabay abſegeln werde. Er ſagte, dä ſeine Stellung ihm außerdem viel Gelegenheit bieten würde, Geld zu verdienen, und daß er Eloiſen dann Baarſchaft zuſenden wolle. Er wies ſie an, ſeinen
Creditoren, wenn dieſelben mit Ablauf des Ja Ralph Norwood. II. 18


