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„So nehmen Sie dieſen Ring von mir und be⸗ wahren Sie ihn als Andenken an einen dankbaren Freund, der ſich ewig als Ihren Schuldner betrachten wird. Verweigern Sie mir die Erfüllung dieſer klei⸗ nen Bitte nicht, durch deren Willfahrung Sie mir eine neue Wohlthat erzeigen würden.“
Mit dieſen dringend und überredend geſprochenen Worten zog Montelard den Brillantring von ſeinem alabaſterweißen Finger und reichte ihn Elviſen hin.
„Herr Montelard, Sie überraſchen mich, den Ring darf ich nicht annehmen“, ſagte Elviſe erröthend und
legte ihre Hand um die Schulter ihres Kindes.
„Und nur, weil es ein Ring iſt? So werde ich den Stein herausbrechen und Ihnen denſelben allein als Andenken geben. Ein Ring, ohne eine andere Bedeutung als die der Dankbarkeit, iſt ein harmloſes Ding. Ich verlange ja nicht, daß Sie—
ſollen, nur um Verwahrung deſſelben bitte ich, ſein Werth könnte Ihnen möglicherweiſe einmal von Wich⸗ tigkeit ſein. Das menſchliche Schickſal iſt wandelbar. Nehmen Sie den Ring, ich bitte Sie darum!“
YNoch weicher, noch flehender ſprach Montelard dieſe Worte zu Elviſen, indem er ſich zu ihr vorbeugte und ihr den Ring hinhielt; doch immer noch zögerte ſie, denſelben anzunehmen, obgleich ſie in der Annahme kein Unrecht erblicken konnte.
„Dank verſchmähen grenzt nahe an Geringſchätzung,


