Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Montelard war durch die ſorgſame Pflege Eloiſens dem Grabe entriſſen, das Fieber hatte ihn verlaſſen, Eßluſt und Schlaf hatten ſich wieder bei ihm einge⸗ ſtellt, und ſeine Kräfte nahmen ſeit Kurzem auffallend zu. Mit dem Verſchwinden der Sonne und dem Beginnen des erfriſchenden Abendwindes hatte er ſich, von Rens unterſtützt und von Eloiſen begleitet, hier⸗ her begeben, wo dieſe ihm zu ſeiner Erquickung Limo⸗ nade bereitete.

Mit warmer Dankſagung empfing er den Trank aus ihrer Hand und führte ihn zu ſeinen Lippen. Dann ſtellte er das Glas neben ſich auf dem Tiſche nieder, ſank gegen die Rücklehne des großen Arm⸗ ſtuhls, den Elviſe für ihn hatte hierherbringen laſſen, und ſagte zu dieſer:

Sie haben ſchwere Verpflichtungen auf mich ge⸗ laden, Madame Norwvod, Sie haben ſich des hülfs⸗ bedürftigen Fremden mit unermüdlicher Hingebung angenommen, haben ihn mit Wohlthaten überhäuft und ihn im ſtrengſten Sinne des Wortes von dem Rande des Grabes weggeriſſen; nächſt Gott habe ich nur Ihnen meine Geneſung zu danken; wird mir jemals die Gelegenheit werden, durch die That Ihnen meine tiefgefühlte Erkenntlichkeit zu beweiſen?

Sie thun es ja in dieſem Augenblick, Herr Mont⸗ elard, wirklicher Dank liegt in dem Gefühl und in der Anerkennung von empfangenen Wohlthaten. An⸗

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