Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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mehrere Male an, die Einladung an die Taufbegie⸗ rigen ergehen zu laſſen.

Alles Schwere im Leben erträgt ſich leichter in Geſellſchaft, als allein, und dies mochte der im Bad ſtehende Mann auch jetzt wohl bedenken; denn da er mit Worten die Einladung nicht von ſich geben konnte, ſo nahm er zur Zeichenſprache ſeine Zuflucht und winkte den zögernden Novizen, zu ihm heranzutreten. Das Zögern derſelben hatte wohl theils in dem Bilde des vor Froſt ſchüttelnden alten Herrn ſeinen Grund; denn obgleich er ſeinen Mund in ein ſeliges Lächeln gefaltet hatte, ſo bewegten ſich doch ſeine Kinnladen heftig und die rothblaue Färbung ſeiner großen Naſe verrieth ſeine Unbehaglichkeit in dem kalten Jordan.

Noch immer drückten ſich die Taufbegierigen rück⸗ wärts gegen den Sängerkreis, da winkte der Täufer mit heftiger Bewegung, und eine fromme Mutter, der die Abwaſchung der Sünden von ihrer Tochter ſehr am Herzen lag, ſchlang ihren Arm zärtlich um die⸗ ſelbe und führte ſie dem nach ihr verlangenden Geiſt⸗ lichen zu.

Kaum hatte derſelbe die Jungfrau im Bereich ſei⸗ ner hagern Hände, als er ſie zu ſich herabzog und dieſe mit einem lauten Schrei in die Fluth ſank.

Das wirkliche Beginnen der heiligen Handlung ſchien den Alten mit friſcher Lebenskraft zu durch⸗ ſtrömen, er legte ſeinen rechten Arm um den Rücken

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