Froſt ſchienen die Andächtigen nicht zu fühlen, ihre religiöſe Begeiſterung nahm mit dem Takte ihres Ge⸗ ſanges von Minute zu Minute zu, derſelbe wurde immer wogender, immer lauter, immer ſtürmiſcher; Ausrufe der Verzückung ſchallten dazwiſchen, die Sin⸗ genden klatſchten immer lebhafter in die Hände und Einzelne von ihnen ſprangen hoch in die Höhe.
Jetzt aber ſtreckte der Geiſtliche, wie ſegnend, ſeine Arme nach ihnen aus und der Geſang verſtummte. Darauf betete der Pfarrer und begann dann ſeine Rede. Er ſprach von dem Urſprung, von der Wich⸗ tigkeit der Taufe, wenn der Menſch zu eigner An⸗ ſchauung und eigner Ueberzeugung gekommen ſei, zeigte, wie dieſelbe dagegen bei Kindern unwichtig wäre und forderte dann ſchließlich die Gemeindemitglieder, welche die heilige Taufe zu empfangen wünſchten, auf, her⸗ vorzutreten. Abermals richtete er ein Gebet zum Himmel, rief dann mit einem Wink der Hand den Geſang ſeiner Gemeinde wieder hervor und ſtieg nun, mit Verläugnung ſeines natürlichen Widerwillens gegen das kalte Waſſer, bis über den Leib in die rauſchende Fluth.
Ein nicht vollſtändig bemeiſtertes Schütteln und
Zittern zeigte, daß das Fleiſch für den Augenblick den Geiſt überwältigt hatte, der Athem ſchien dem alten Herrn ſehr kurz zu werden, und umſonſt ſetzte er
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