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lungsweiſe ſonſt nicht zu erklären. Die Heere der Republik marſchirten in Deutſchland ein, und der kleine Ort, wo ſich der Herr Marquis aufhielt, wurde von den franzöſiſchen Vorpoſten beſetzt. Damals galt noch ein emigrirter frau⸗ zöſiſcher Edelmann für vogelfrei, und es war daher das Schlimmſte zu erwarten, wenn der Herr Marquis, was nicht ausbleiben konnte, als ſolcher erkannt wurde. Man verließ daher in der Nacht dieſen in ſo hohem Grade ge⸗ fährdeten Aufenthalt— es war eine etwas eilige Flucht, auf welcher, um es kurz zu machen, der treuloſe Caſtellan mit der damals ſechsjährigen Tochter des Herrn Marquis verſchwand, ohne daß es möglich geweſen wäre, ſeine Spur wieder aufzufinden. Was die ſorgfältigſten und unausge⸗ ſetzt fortdauernden NRachforſchungen jedoch nicht vermocht hatten, machte, wie dies ſo häufig iſt, der Zufall möglich. Der Sohn des Herrn Marquis, welcher eine Zeit lang auf Befehl des Kaiſers der weſtphäliſchen Armee zugetheilt war und bei den Hußaren diente, hat ſeine verlorene Schweſter wiedergefunden— hier bei Ihnen, mein Herr, denn die junge Dame, deren Sie Sich ſo uneigennützig angenom⸗ men haben, Fräulein Margot, iſt die Tochter des Herrn Marquis.
Wie wäre das möglich? fragte Wehring in ungewiſ⸗ ſem Tone, obgleich er an der Wahrheit dieſer ſo unerwarte⸗ ten Mittheilung ſelbſt nicht mehr zweifelte— wie wäre das möglich?


