Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Ich werde jetzt die Ehre haben, Ihnen die nöthigen Papiere vorzulegen, welche meine Angaben außer allen Zweifel ſtellen. Hier iſt zuerſt mein Paß, hier die Voll⸗ macht des Herrn Marquis, daß ich in ſeinem Auftrage

handle und ermächtigt bin, ſeine Tochter von Ihnen zurück⸗

zunehmen und ſie ihren Eltern zu überbringen notariell

beglaubigt, ſetzte er hinzu, während Wehühng die Schrift

las Sie werden an der Echtheit nicht zweifeln. Hier

iſt endlich ein Befehl des Präfecten an Sie, deſſen Unter⸗

ſchrift Sie kennen, woraus heworgeht, daß ich derjenige bin,

als welchen ich mich bezeichnet, mit der Weiſung, der Ver⸗

abfolgung der jungen Marquiſe de Beaumont an mich und

an die Hofmeiſterin derſelben, welche mich zu dieſem Zwecke

begleitet, keine Hinderniſſe entgegen zu ſtellen.

Aber weshalb kommen Sie ſo ſpät, mein Herr? fragte Wehring, der begierig nach einem Umſtande ſuchte, welcher ihn hätte berechtigen können, dieſer Weiſung doch nicht zu folgen. 2 So ſpät? fragte der Andere was meinen Sie damit?

Der Sohn des Marquis, der junge Officier, welcher ihr Bruder ſein ſoll, war vor länger als einem Jahre hier die angeblichen Geſchwiſter haben ſich damals kaum geſprochen aber ſie haben ſich geſprochen und müſſen ſich daher auch erkannt haben. Weshalb haben denn die troſtloſen Eltern nicht ſofort ihre verlorene Tochter zu ſich