Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Sie gingen, und ich redete Ihnen deshalb zu; nicht als ob ich es ungern geſehen, wenn Sie ſpäter Sich gefunden hätten nein, es wäre mir dies ſogar ſehr erwünſcht ge⸗ weſen aber Sie mußten Sich zuerſt eine ſelbſtändige Exiſtenz verſchaffen, und die Entfernung war ſowohl für Margot als für Sie die beſte Prüfung darüber, ob wirk⸗ lich dieſe anſcheinende Neigung mehr ſei, als eine Spie⸗ lerei und das Ergebniß eines ungeſtörten täglichen Bei⸗ ſammenſeins. Wie ich in dieſem Augenblicke darüber denke, iſt unnöthig, Ihnen mitzutheilen, nachdem die Verhältniſſe ſich völlig geändert haben.

Walther, der mit fieberhafter Aufmerkſamkeit dieſer Mittheilung gelauſcht, ſtand im Begriffe eine Frage zu thun eine Frage, deren Beantwortung alle anderen bei ihm in den Hintergrund treten ließ, als Wehring, der dies zu erwarten ſchien, raſch fortfuhr.

Die Marquiſe de Beaumont, die einzige Erbin eines ſehr großen Vermögens, die Tochter eines beim kaiſerlichen Hofſtaate hochgeſtellten Mannes kann nicht der Gegen⸗ ſtand Ihrer Neigung ſein wie es die Adoptiv⸗Tochter des Fabrikanten Wehring war, ſetzte er mit leiſerer Stimme hinzu.

Margot Margot wäre rief Walther erblei⸗ chend.

Sie iſt, was ich Ihnen geſagt habe. Geſtern kam ein kaiſerlich franzöſiſcher Commiffär in Begleitung einer Dame