Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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mit einem Schreiben des Präfecten an mich es war Alles in der beſten Ordnung und ließ ſich nichts dagegen ſagen. Die Eltern, welche jahrelang dieſes Kind als ver⸗ loren beweint und es endlich aufgefunden hatten, forderten es zurück, indem ſie mir zugleich den Erſatz der gehabten Auslagen anboten.

Und Margot? fragte Walther mit bebender Stimme.

Margot, wiederholte Wehring in einem Tone, der ſeine eigene innere Bewegung nur zu deutlich verrieth Margot mußte dem Verlangen, dem Befehle ihrer Eltern entſprechen das Kind iſt zum Gehorſam verpflichtet auch hatte man dafür geſorgt, jeden etwaigen Widerſtand zu beſeitigen.

Wehring ſchwieg und trat ans Fenſter, um Walther ſich ſelbſt zu überlaſſen. Dieſer ſaß tiefgeſenkten Hauptes, regungslos da; ſeine Augen ſtierten auf einen Punct des Fußbodens, und nür von Zeit zu Zeit hob ein tiefer, ge⸗ preßter Athemzug ſeine Bruſt.

Kommen Sie, ſagte Wehring dann nach längerer Zeit Sie haben ja den Apotheker und meine Frau noch gar nicht begrüßt. Und dann wollen wir heimfahren, Margot hat einen Brief für Sie zurückgelaſſen.

Einen Brief? rief er, freudig emporſpringend o, kommen Sie, kommen Sie, laſſen Sie uns eilen!