Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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hindert habe, dem Wagen nachzujagen und ich hoffe, Sie werden mir Recht geben.

Willenlos folgte Walther Wehring's Weiſungen und ging mit ihm, faſt von ihm geleitet, in das Hans, ſtumm

und verzweiflungsvoll, ohne ein Wort der Begrüßung für

den Mann, dem er ſo zu Dank verpflichtet war, ohne ein Willkommen für die noch immer in Thränen aufgelöſ'te Frau und den freundlichen theilnehmenden Apotheker.

Wehring führte ihn allein in ein Zimmer.

Setzen Sie Sich, ſagte er dann, und verſuchen Sie, ruhiger zu werden. Sie ſehen aus, als ob Sie wieder aus einem Gefechte kämen und ich hätte allerdings nicht geglaubt, Sie ſo wiederzuſehen.

Walther antwortete nur mit einem tiefen Seufzer, indem er erſchöpft auf einen Stuhl ſank. Plötzlich ſprang er wieder auf und fragte mit heftigem Tone: Weshalb ha⸗ ben Sie mich gehindert, ſie noch einmal zu ſprechen, ihr Lebewohl zu ſagen? Wer gibt Ihnen ein Recht dazu 2 Bin ich deshalb Tag und Nacht gereiſt, um jetzt

Ruhig, ruhig, Mann, unterbrach ihn Wehring Ihr Benehmen überzeugt mich noch mehr, daß ich recht gehandelt, wenn es überhaupt zweifelhaft ſein könnte. Wollen Sie mich anhören? Wollen Sie Ihrer Vernunft ſo viel Herrſchaft über Ihre Leidenſchaft einräumen nach meinen Begriffen erfordert dies ſchon Ihre Ehre, ſelbſt die geringen Rückſichten, welche Sie mir ſchuldig ſind.