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fred hielt ihr galant den Steigbügel, und ſie ſchwang ſich leicht und ohne weitere Hülfe in den Sattel. Das Pferd ſtand regungslos, obgleich die Zügel nachläſſig auf ſeinem Halſe ruhten, und wandte dann den Kopf um, als ob es ſich vergewiſſern wolle, daß Alles in Ordnung ſei.
Auch Alfred, ein gewandter und tüchtiger Reiter, ſchwang ſich jetzt in den Sattel, obgleich der ſchwarze Tra⸗ jan ſich unruhig aufbäumte und weiße Schaunflocken von ſeinem Gebiſſe herabfielen.
Dann ritten ſie langſam, von den beiden Windhun⸗ den und einem Reitknechte gefolgt, durch den weitläufigen Wirthſchaftshof auf die breite, ſtaubige Dorſſtraße hin⸗ aus. Die Bewohner der elenden Häuſer grüßten die Vor⸗ überreitenden in der demüthigſten Weiſe. Die Männer blieben ſtehen, zogen ihre Mützen oder grauen, ſchmutzigen
Filzhüte und die Weiber verneigten ſich unbeholfen, aber
faſt bis zur Erde, indem ſie die Reiter mit nichtsſagendem Ausdrucke anſtarrten.
Fort? rief Hedwig, leiſe mit der Zunge ſchnalzend; laß uns eilen, aus dem Dorfe zu kommen, dieſe Leute ſind mir widerlich.
Warum widerlich? fragte Alfred, als ſie nun in ra⸗ ſchem Trabe neben einander ritten; ſie erregen bei mir mehr das Gefühl des Mitleids, und es wäre eine erhebende Auf⸗ gabe, ihren Zuſtand zu verbeſſern.
Ach, ſie wollen es nicht anders, alle meine Verſuche


