Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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oft ſelbſt und war mit ihnen ſo vertraut, daß Beide, be⸗ ſonders aber die Araberin, ſie genau kannten und mit der dieſen edeln Thieren angeborenen Empfänglichkeit willig und aus eigenem Antriebe den Wünſchen ihrer Herrin ſich fügten.

Laß die Fatime ſatteln, befahl ſie einem Diener, und für den Herrn Baron den Trajan— wenn er Dir nicht vielleicht zu unruhig iſt, ſetzte ſie lächelnd hinzu.

Warten wir den Erfolg ab, erwiederte er mit einem leichten Spotte, ein ruhiger Reiter macht ein ruhiges Pferd.

Hedwig begab ſich in ihr Zimmer und erſchien bald darauf wieder im Reitanzuge, welcher ſie, das mußte ſich Alfred eingeſtehen, beſonders vortheilhaft kleidete. Das lange, enganſchließende Gewand hob ihre ſchlanke, unta⸗ delhafte Geſtalt noch mehr hervor, und der kleine Filzhut mit dem grünen Schleier, unter welchem die vollen, licht⸗ braunen Locken hervorquollen, gab ihrem Geſichte einen kühnen und zugleich lieblichen Ausdruck.— Als ſie aus der Thür des Schloſſes unter das Portal hinaustrat, wieherte ihr das Pferd, welches ein Reitknecht hielt, freudig entge⸗ gen und ſcharrte ungeduldig mit dem Vorderfuße, als wollte es ſeine Freude darüber ausdrücken, die Herrin wi⸗ derzuſehen. Sie trat zu ihm heran, ſtreichelte den ſchlan⸗ ken, weichen Hals und reichte ihm dann ein paar Stückchen Zucker, welche es graziös aus ihrer kleinen, mit einem weiß⸗ ledernen Stulphandſchuh bekleideten Hand empfing. Al⸗