Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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wird, auch wenn ſie nicht in einem elterlichen oder vormund⸗ ſchaftlichen Verhältniſſe zuſammen ſtehen.

Meinetwegen, ſagte ſie trotzig, bei uns iſt dies aber nicht der Fall, alſo ſprechen wir von etwas Anderem. Du haſt mir immer noch nicht mitgetheilt, weshalb Du uns ſo unerwartet mit Deiner Gegenwart erfreuſt.

Er ſah ſie eine Zeit lang ernſt und faſt traurig an, ehe er antwortete. Ich weiß kaum, ob es Dich intereſſiren wird, die Urſache meiner Anweſenheit zu erfahren, denn ſie iſt wirklich rein wirthſchaftlicher Natur.

Alſo doch die Wolle?

Nein, nicht die Wolle, ſondern die Beſetzung einer Inſpectorſtelle, eine Sache, welche Dir jedenfalls gleich⸗ gültig iſt.

Die Beſetzung einer Inſpectorſtelle? fragte ſie auf⸗ horchend. Hängt es vielleicht mit der Angelegenheit Deines Freundes zuſammen, an dem Du einen ſo großen Antheil nimmſt?

Deſſen erinnerſt Du Dich wirklich noch?

Du mußt einen ſchlechten Begriff von meinem Ge⸗ dächtniß haben.

In wie fern?

Nun, habe ich nicht dem Vater dieſen Freund als ei⸗ nen beſonders befähigten und tüchtigen Menſchen ſchildern müſſen, obgleich ich ihn gar nicht kenne— haſt Du das ganz vergeſſen?

Gräfin und Marquiſe. II. 8