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Ich nicht, aber ich glaubte, Du. Es freut mich, daß Du Dich daran erinnerſt, und ich danke Dir wiederholt, daß Du mir dieſen Gefallen gethan haſt.
Sei nicht ſo verſchwenderiſch mit Deinem Danke, ich that es, weil mich die Geſchichte Deines Freundes intereſſirte.
Nur deshalb?
Nun, weshalb denn ſonſt? fragte ſie wieder mit einem ſpöttiſchen Lächeln.
Und weshalb intereſſirſt Du Dich für meinen Freund?
Weshalb? erwiederte ſie mit leuchtenden Augen, weil er zu den Wenigen gehört, die nicht bloß durch Redens⸗ arten, ſondern durch die That beweiſen, daß ſie ſich der Tyrannei des Gewaltigen nicht beugen wollen, die han⸗ deln, ſo viel es in ihrer Kraft und in ihrer Macht ſteht, während die Anderen— doch Du kennſt ja meine Anſichten,
wir haben ja oft genug darüber geſprochen und geſtritten — der liebe Gott hat es einmal gewollt, daß ich ein Weib
geworden, ſonſt ſäße ich ſicher nicht hier, ſondern wäre längſt mit hinausgezogen, irgendwo hin, wo unſere deutſchen Brüder gegen den Unterdrücker im Kampfe ſtehen.— Noch immer haſt du dieſe exaltirten Anſichten? fragte er, indem ſein Blick dem ihrigen auswich, der feſt und leidenſchaftlich auf ihm ruhte, noch immer, und auch jetzt noch, nachdem der Erfolg gezeigt, wie thöricht und ſchädlich ſolche unreife Unternehmungen ſind?
Der Erfolg? Beſchönige nicht den Mangel an Muth


