thung nicht betrogen und mich ſo bald gefunden haſt, denn ich hatte die Abſicht, auszureiten.
Wenn es Dir genehm iſt, ſo begleite ich Dich. Wir haben ja noch lange Zeit bis zum Diner, zu welchem wir uns, wie mir Dein Vater heute wiederholt einſchärfte, pünktlich um zwei Uhr einfinden müſſen.
Ja, ſonſt iſt er übler Laune, was übrigens nichts Sel⸗ tenes bei ihm iſt— doch da wir Zeit haben, plaudern wir; laſſen wir überhaupt das Reiten heute Vormittag— der Tag iſt ja ohnehin jetzt noch lang. Was führt Dich zu uns?
Vor Allem der Wunſch, Dich wiederzuſehen, ſchöne Couſine, wieder....
Ach, laß das, Alfred, unterbrach ſie ihn ernſt— Du weißt, ich liebe das nicht.
Es iſt dies wenig ſchmeichelhaft für mich, ſagte er mit einer Miſchung von Lächeln und Empfindlichkeit; ich hatte ſogar gehofft, Aehnliches von Dir zu hören.
Sie ſah ihn mit ihren großen, braunen Angen ver⸗ wundert an, dann zog ein ſpöttiſches Lächeln um ihren Mund. Wollen wir jetzt ernſthaft ſprechen? fragte ſie weiter.
Freuſt Du Dich wirklich gar nicht darüber, daß ich hier bin, und noch dazu ganz unerwartet? ſagte Alfred, die Gräfin feſt anſehend.
Mein Gott, das verſteht ſich ja von ſelbſt, wozu das


