Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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fuhr er lebhaft fort, nach der Meldung meiner Herren In⸗ ſpectoren habe ich im Ganzen nur vierundfünfzig Centner geſchoren von fünftauſend Schafen es iſt ein Scan⸗ dal achthundert Stück, ſagt man mir heute, ſeien im Winter eingegangen, das erfahre ich ſo nebenbei! In einer ſo großartigen Weiſe bin ich noch nie von dieſen Schuften betrogen worden, wenigſtens nicht ſo rundweg in Einer Summe; aber ich kann leider nichts thun, denn ich war während der Schur krank, und jetzt iſt längſt Alles über die Seite gebracht, längſt über die Gränze.

Das iſt allerdings unglaublich wenig, bemerkte der junge Mann. Nicht wahr, ganz unglaublich?! Ich werde ſämmtliche Schafe abſchaffen und hätte es längſt gethan, wenn ich den Dünger nicht brauchte. Aber laſſen wir das jetzt. Mehr wird die Wolle nicht, das ſteht feſt, es handelt ſich jetzt darum, beim Verkaufe nicht abermals betrogen zu werden, und deshalb wollte ich Dich bitten, das Geſchäft zu übernehmen.

Ich ſoll in Breslau auf dem Wollſack ſitzen? rief Alfred lachend eine ganz neue Art von der Unterhal⸗ tung für mich. Aber wenn Sie es wünſchen, von Herzen gern, es wird ohnehin eine piquante Abwechſelung ſein.

Du mußt die Sache nicht von dieſer leichten Seite auffaſſen, bemerkte der Graf ſichtlich beſorgt, denn es han⸗ delt ſich dabei immer um ganz beträchtliche Summen. Meine Wolle gehört zu der beſten der Provinz, und ich halte hun⸗