Zweites Capitel.
Guten Morgen, lieber Onkel, ſagte Alfred, der bald darauf in das Zimmer trat. Sie wundern Sich gewiß, daß ich ſchon wieder hier bin, aber Sie müſſen mich dieſes Mal eine längere Zeit bei Sich behalten, denn das Leben in Breslau iſt ſo langweilig, es herrſcht dort eine ſo gedrückte Stimmung, daß ich froh war, als ich die Stadt im Rücken hatte.
Ich freue mich, daß Du kommſt, erwiederte der Graf mit größerer Freundlichkeit, als dies ſonſt in ſeinem We⸗ ſen lag. ich freue mich ſehr, denn ich bedarf Deiner; Du mußt mir eine große Gefälligkeit erzeigen.
Ich Ihnen eine Gefälligkeit? fragte der Neffe ſicht⸗ lich erſtaunt. Sie wiſſen ja, beſter Onkel, daß ich ſtets zu Ihren Dienſten ſtehe und daß Sie ganz über mich zu ver⸗ fügen haben.
Es freut mich, das von Dir zu hören. Denke Dir, Gräfin und Marquiſe. II. 2


