lich übler Laune; man weiß wirklich nicht, wie man es dem Herrn Grafen recht machen ſoll, bald ſpricht man zu viel, bald zu wenig.
Geh' jetzt hinaus, ſagte der Graf immer in ruhigem Tone, ich brauche Dich nicht mehr— Du biſt mir heute zu unleidlich— und wenn die Inſpectoren kommen, ſo melde ſie mir.
Der alte Diener verließ ſchweigend und mit gleichgül⸗ tiger Miene das Zimmer.
Es iſt manchmal wirklich mit ihm nicht mehr auszu⸗ halten, ſprach der Graf vor ſich hin, indem er ein Zeitungs⸗ blatt in die Hand nahm; er weiß ſehr wohl, daß er mir unentbehrlich iſt und daß ich ihn nicht fortjagen werde, ſchon weil ſein Vater und Großvater im Dienſte meiner Familie geſtanden. Außerdem gehört er zu den wenigen ehrlichen und braven Menſchen, die mich nicht nur deshalb bedienen, um mich zu betrügen und zu beſtehlen. Alles Lumpe— Alles Schufte! Voll Kriecherei und Unterthä⸗ nigkeit, bis ſie ihre Schäfchen geſchoren und ihren Raub in Sicherheit gebracht haben— dann gehen ſie auf und da⸗ von. Za, wenn ich ehrliche und tüchtige Verwalter hätte, ich könnte doppelt ſo viel Einkommen haben und auf ei⸗ nem ganz anderen Fuße leben.— Immer noch kein Friede, fuhr er, die Zeitung leſend, fort, er wird gewaltige Forde⸗ rungen machen, da ſich Oeſterreich ſo lange ſträubt— wenn
wir hier nicht in einem ſo abgelegenen Winkel lebten, wir


