Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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könnten vielleicht auch noch das Glück haben, franzöſiſch zu werden oder irgend einen franzöſiſchen Parvenu zum Kö⸗ nige zu erhalten. Wenn man es nicht ſelbſt erlebt hätte, man hielte es nicht für möglich! Wer hätte vor drei Jah⸗ ren ſo etwas denken können! Damals beſaß Preußen noch eine für unüberwindlich gehaltene Armee und jetzt ſpurlos verſchwunden wie die Spreu vor dem Sturm! Der König ſcheint für immer in Königsberg bleiben zu wol⸗ len, und ich kann es ihm auch nicht verdenken, daß er Ber⸗ lin vollſtändig ſatt hat, denn es iſt empörend, es iſt haar⸗ ſträubend, wie ſich die Berliner benommen haben. Doch was nutzt es, darüber zu denken und zu grübeln, dadurch wird es nicht beſſer. Wir pflügen unſere Felder, ſcheeren unſere Schafe und werden wieder geſchoren, noch weit mehr und gründlicher, als die Schafe wir müſſen uns das gefallen laſſen und froh ſein, daß wir hier weit vom Kriegs⸗ ſchauplatze und unbeachtet fortleben können. Ich muß ſammeln, ich muß ſparen, das iſt die Hauptſache, denn die Zeit iſt ſchlecht und kann wo möglich noch ſchlechter werden. Das Schwierigſte bleibt jetzt, ſein Bißchen Geld zinsbar anzulegen und es vor den Augen habgieriger Menſchen und Beamten zu verbergen. Jeder will haben, beſonders der Staat, der nichts mehr hat, als immenſe Schulden, und täglich neue macht und dafür ſeine Domainen verpfändet, als ob man nicht wüßte, daß dies bloß eine Spiegelfechte⸗ rei ſei, denn welcher Gläubiger kann ſich, wenn die Zah⸗