Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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reichte ihm der Diener einen ſeidenen, leicht wattirten Schlaf⸗ rock. Dies Alles geſchah, ohne daß irgend ein Wort ge⸗ ſprochen wurde, und es war erſichtlich, daß die ganze Hand⸗ lung nach einer ſtrengen, ſich genau wiederholenden Vor⸗ ſchrift vor ſich ging. Nunmehr brachte der Diener auf ei⸗ nem ſilbernen Präſentirteller ein Glas Waſſer, welches der Graf eben ſo ſchweigend austrank, dann entfernte er ſich und trat nach kurzer Zeit mit dem Frühſtücke wieder herein.

Nachdem er dasſelbe, aus Kaffee, Weißbrod und But⸗ ter beſtehend, auf dem Tiſche vor dem Sopha ſervirt hatte, blieb er ſchweigend an der Thür ſtehen.

Der Graf ging noch einige Male im Zimmer auf und ab, ſetzte ſich dann in einen Seſſel an den Tiſch, ſchenkte ſich Kaffee ein, ſchmierte ſich eine Semmel und erſt dann, nachdem er zu frühſtücken begonnen hatte, eröffnete er zum erſten Male das Geſpräch.

Gibt es etwas Neues, Friedrich? Nein, Herr Graf, es iſt nichts pafſirt.

Hat die Leda noch nicht gefohlt? Nein, Herr Graf, der Bereiter hat noch nichts gemeldet.

Darauf kann man ſich nicht verlaſſen, all' dieſe Kerle ſind träge und nachläſſig. Biſt Du ſelbſt im Stalle gewe⸗ ſen? Nein, Herr Graf, das gehört nicht zu meinem Amte; ich habe den gnädigen Herrn zu bedienen und nicht Zeit, mich um die Pferde zu bekümmern.

Du wirſt wieder grob, Friedrich, bemerkte der Graf,