Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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haus oder das Schloß, wie man es allgemein nennt, um⸗ geben auf der einen Seite von einem großen, weitläufigen Wirthſchaftshofe, auf der anderen von einem ausgedehnten Parke. Die Gebäude, aus denen der Hof beſteht, laſſen ebenfalls Vieles zu wünſchen übrig, nur wenige ſind maſſiv, die meiſten aus Fachwerk und mit Stroh gedeckt. Das Schloß dagegen iſt ein ſtattliches und in ſeinem Style ſelbſt edles Gebäude. Der Baumeiſter, welcher es vielleicht vor dreißig oder vierzig Jahren gebaut, hat ſich frei gehalten von dem ſchlechten Geſchmacke der damaligen Zeit und dem Perrückenſtyle nicht gehuldigt. Es zeigt einfache Verhält⸗ niſſe und ſcheint mit einer vornehmen Verachtung auf ſeine ärmliche und unſaubere Umgebung hinabzublicken. Nach Seite des Parkes ſteht es mehr mit dieſem im Einklange. Ein geräumiges, helles und ſonniges Treibhaus ſchließt ſich dort an, und ein großer, ſauber gehaltener Raſenplatz, von breiten Kieswegen eingefaßt, bildet den Uebergang zu dem eigentlichen Parke, deſſen hohe und maleriſch gruppirte Bäume, hier und da Durchſichten geſtattend, den Horizont anmuthig abgränzen.

In dieſem Schloſſe wohnte der Graf von Wallfort mit ſeiner Tochter Hedwig, welche wir bereits aus Alfred's Briefen oberflächlich kennen gelernt haben. Es war noch früh am Morgen. Der Graf befand ſich in ſeinem Zim⸗ mer, mit ſeiner Toilette beſchäftigt, denn es gehörte zu

ſeinen Gewohnheiten oder, beſſer geſagt, zu ſeinen Eigen⸗