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Beiſpiel viel ſchwieriger; aber einmal ausgebildet, ſind ſie beſonders tüchtig und brauchbar. Dennoch verfallen ſie, ſich ſelbſt überlaſſen, bald wieder in die alten Fehler, ſorg⸗ los in den Tag hinein zu leben und lieber zu entbehren und zu hungern, als für die Zukunft zu ſorgen und zu arbeiten.
Zur Zeit unſerer Geſchichte, im Jahre 1809, waren die Zuſtände in Oberſchleſien noch gauz anders, denn Cul⸗ tur und Induſtrie hatten ihren Wohnſiß nur höchſt verein⸗ zelt und unvollkommen dort aufgeſchlagen. Oberſchleſien war ein faſt unbekanntes Land, das ſelbſt nicht einmal durch Kunſtſtraßen mit anderen in Verbindung ſtand. Die reichen Gutsbeſitzer, deren Güter zum Theil ſehr große Flä⸗ chen einnahmen, lebten für ſich und unter einander und ſuch⸗ ten in Nachahmung des auswärts Geſehenen einen rohen und uncomfortablen Luxus zu entfalten.
Nach dieſen allgemeinen Anleitungen wollen wir den nunmehrigen Schauplatz unſerer Erzählung betreten, in deren Verlauf ſich ja das Weitere in dieſer Hinſicht von ſelbſt entwickeln wird. Wir ſtellen uns zu dieſem Zwecke auf einen Hügel und blicken vor uns auf ein Dorf hinab, in eine lange und breite Dorſſtraße. Sie wird begränzt von elenden, kleinen und niedrigen Hütten, ſämmtlich von Lehm erbaut und mit Stroh bedeckt. Die Schornſteine fehlen und der Rauch ſucht ſeinen Weg durch die Thüren und andere Oeffnungen, an denen keineswegs ein Mangel iſt. An dem einen Ende dieſes Dorfes liegt das Herren⸗


