Teil eines Werkes 
4. Band (1866)
Entstehung
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12 plötzlich überkam, doch Albert hielt ſie feſt umſchlungen und flüſterte ihr zu:

Ich trage Dich von hier, Blancha!

Nein, nein, Albert, es geht ſchon vorüber. Gott Lob, es war nur die Aufregung, verſetzte ſie und holte, ſich emporrichtend, tief Athem. Dann that ſie mühſam und wankend einige Schritte vorwärts, ſtützte ſich feſt auf den Arm des Geliebten und gewann nach wenigen Minuten ihre Kräfte wieder.

Sie beeilte ihre Schritte immer mehr, und immer weiter blieb die ſchwarze Maſſe des Gefängniſſes hinter den Fliehenden in der Dunkelheit zurück, aber nicht nach der Stadt lenkten ſie ihre eiligen Tritte, ſie folgten einem Nebenweg, der um dieſelbe führte und in die Straße am Fluſſe hinauf ausmündete. Ohne Raſt eilten ſie vor⸗ wärts, erreichten den Wald und gelangten auf dem Wege durch denſelben bis nahe an die Straße, dorthin, wo Harrh mit der Mulattin ſich an jenem verhängnißvollen Abend hinter den Büſchen verbarg, als Albert und Blancha luſtwandelnd vor ihnen vorübergingen.

Hier hemmte Blancha plötzlich ihre Schritte und öffnete dem Geliebten ihre Arme, der ſie auf dem Wege bis hierher wiederholt, aber vergeblich aufzuhalten geſucht hatte, um dem Gefühl ſeines Herzens Ausdruck zu geben.

Jetzt aber warf er ſich vor ihr nieder, umklammerte

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