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„Ich danke Ihnen, Herr“, ſagte Blancha an der Treppe zu dem Wärter und ließ das Gold freigebig in ſeine Hand fallen, worauf dieſer ſie bis zu ſeinem Col⸗ legen im erſten Stock begleitete, der ſie wiederum dem Thürſchließer des Hauſes überantwortete.
In dem Augenblick, als ſie mit Albert in den Hof hinaustrat und noch das Licht aus der offenen Thür auf ſie fiel, ſchritt der Wachtpoſten heran und blieb, ſie beide muſternd, ſtehen. Blancha erbebte, es lief ihr eis⸗ kalt durch die Glieder, dennoch verließ ſie ihr Muth nicht, ſie wandte ſich im Vorwärtsſchreiten zu Albert um und ſagte mit lauter Stimme:
„Laß uns eilen, Suſanna, es iſt ſchon ſpät“, worauf Albert nahe hinter ſie ſchritt und die Ent⸗ fernung von der neugierigen Schildwache ſchnell ver⸗ größerte. Der Thorwächter harrte ihrer bereitz an dem Pfört⸗ chen, Blancha konnte, als ſie ihm das Gold in die Hand legte, kaum noch die Worte:„Ich danke Ihnen, Herr!“ hervorſtammeln, denn noch ein Schritt weiter und der Geliebte ihrer Seele war gerettet. Und ſchnell war dieſer Schritt gethan, die Pforte ſchloß ſich und Blancha warf ſich Albert in die Arme.
„Halte mich aufrecht, Albert, ich ſinke zuſammen“, ſagte ſie erſchrocken, die Machtloſigkeit fühlend, die ſie


