Teil eines Werkes 
4. Band (1866)
Entstehung
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ihre Kniee und ſtammelte Dank zu ihr auf, doch Blancha zog ihn an ihr Herz empor und erſtickte ſeine Worte mit ihren Küſſen. In dem beſeligenden Gefühl, das gräßliche Verhängniß abgewehrt, das Schickſal überwunden zu ha⸗ ben, floſſen ihre Thränen zuſammen, und lange Zeit fehlten ihnen die Worte, ihr Glück ausſprechen zu können; dann aber dankten ſie dem Allmächtigen laut und aus tiefſter Seele für ſeine Gnade und flehten ihn um ſeinen fernern Beiſtand an. Nahe hinter dem Glücke aber, dem ſie ſich für den Augenblick hingaben, ſtand die Trennung für lange unbeſtimmte Zeit, und ſo ſehr ſie den Gedanken daran auch von ſich abwehrten, ſo drängte er ſich ihnen doch von Minute zu Minute mehr auf. Nur Worte der Liebe, der Treue kamen von ihren Lippen, und wieder und wieder verſicherte Blancha dem Gelieb⸗ ten, die Seinige werden zu wollen, ſobald es ihr die Rückſichten gegen ihren Vater geſtatten würden.

Da tönten die gleichmäßigen Ruderſchläge von einem unweit des Ufers auf dem Fluſſe hinabfahrenden Boote zu den Ohren der Liebenden und mahnten ſie daran, daß die Freunde Maec⸗Coor's auf die Ankunft Albert's war⸗ teten, um ihn über den Strom zu ſetzen.

Ach, Albert, wir müſſen ſcheiden! hob Blancha an und ſchaute nach der dunkeln Flut hinüber, in der ſich die hellfunkelnden Sterne ſpiegelten.Ehe wir aber