Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
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Hierauf geleitete er Blancha nach dem erſten Stock, zog dort an der verſchloſſenen Gangthür die Schelle und gab dem ſie öffnenden Thürwächter eine gleiche Weiſung in Bezug auf die Negerin. Auch im zweiten Stock, wo⸗ hin er Blancha führte, überhob er den Wärter der Ver⸗ pflichtung, die Dienerin zu unterſuchen, ob ſie irgend⸗ welche unerlaubte Gegenſtände bei ſich trage, und ſchritt nun in dem langen Corridor voran bis an eine ſchwer mit Eiſen beſchlagene Thür. Hier blieb er mit dem Wärter ſtehen, wandte ſich zu Blancha und ſagte:

Dies iſt die Zelle des Herrn Randolph, Fräu⸗ lein. Wünſchen Sie bei ihm angemeldet zu werden?

Nein, ich danke ſehr. Ich will mich ſelbſt anmelden, entgegnete Blancha mit bebender Stimme, indem ſie zit ternd den Thürgriff erfaßte.Vorher aber ſage ich Ihnen, verehrter Herr, für die Barmherzigkeit, die Sie an mir üben, meinen tiefinnigſten, heißeſten Dank.

Iſt keines Dankes werth, Fräulein; ich that nicht mehr als Menſchenpflicht. Sollten Sie heute oder ſpäter noch meiner Dienſte bedürfen, ſo bitte ich mich durch den Wärter benachrichtigen zu laſſen.

Hierbei verneigte ſich der Inſpector, ſagte dann dem Diener leiſe einige Worte und ging nun eilig in dem Corridor zurück, während Blancha mit zitternder Hand die Thür der Zelle öffnete.