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Albert ſtand in der Fenſtervertiefung, mit der Schul⸗ ter gegen den Fenſterrahmen gelehnt, ſeine gefalteten Hände hingen vor ihm herab, ſein Haupt war hinten⸗ über an die Wand geſunken und ſein Blick folgte den Wolken, die eilig über ihm am Himmel da hinzogen. Da hörte er die Thür ſich öffnen und erwartete den Wärter hereinſchreiten zu hören, der Tritt aber war ein faſt lautloſer, Albert ſah ſich nach der Thür um, trotz des Düſters der hereinbrechenden Nacht erkannte er eine Frauengeſtalt, die die Arme ausbreitete—„Blancha, Blancha!“ rief er mit einem herzzerreißenden, halberſtick⸗ ten Schrei und hielt die Geliebte in ſeinen Armen, an ſeinem Herzen.
Es war ein Augenblick höchſter Seligkeit und tief⸗ ſter Verzweiflung, und hätte ſelbſt ein qualvoller Tod
* ſie jetzt erfaßt, ſo wären ſie glücklich geſtorben. Kein
Wort, kein Laut kam über ihre Lippen, ihre Thränen floſſen ungehindert, und nur das leiſe Schluchzen der treuen Suſanna, welche die Thür hinter ſich geſchloſſen hatte, unterbrach die Stille. Lange Zeit ſtanden ſie ſo einander feſt umſchlingend da, die unglücklichen Lieben⸗ den, ohne ihrem Schmerze Worte zu geben, und der letzte Tages ſchein war verblichen, als Blancha zuerſt das Schwei⸗ gen brach und ſagte:
„Ich bringe Dir Hoffnung, Albert!“


