Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21

daß Du ſchon kommſt. Nicht wahr, meine Sehnſucht nach Dir hat Dir keine Ruhe gelaſſen?

Nein, nein, es war meine Sehnſucht, die Deine Gedanken zu mir zog. Du angebetetes, einziges Mäd⸗ chen, o wie verſüßeſt Du mir jeden Augenblick durch Deine Liebe! entgegnete Albert, preßte Blancha mit einem innigen Kuſſe an ſein Herz und führte ſie dann von ſeinem Arm umſchlungen in das Zimmer, wo Ma⸗ dame Newberrh ihrer harrte.

Das iſt ja prächtig, Herr Randolph, daß Sie ſo früh kommen ſagte dieſe ihm entgegentretend.Nun füh⸗ ren Sie Ihre ſchöne Braut auch gleich in das Eßzim⸗ mer, denn das Abendbrod iſt bereit.

Dann ergriff ſie die Lampe und ſchritt den beiden Glücklichen voran nach einem kleinen Gemach in dem hintern Theile des Hauſes, wo der Tiſch gedeckt ſtand und Luch eben die einfachen Speiſen auftrug.

Sie müſſen den Herrn vom Hauſe vorſtellen, Herr Randolph; mein Mann iſt ausgebeten, ſagte Madame Newberrh, ſich am Tiſche niederlaſſend.

Um dieſem Platz Ehre zu machen, muß man unter liebender Leitung erſt einige Erfahrung ſammeln; ich werde ſehr unbehülflich erſcheinen, will aber mein Beſtes thun, entgegnete Albert lächelnd und verſorgte dann die Teller der beiden Damen mit gebackenem Huhn, ge⸗