Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
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ihrem Kleid hervornahm, ihn mit Innigkeit an ihre Lippen drückte und nochmals ſeinen Inhalt las.

Albert ſchrieb ihr darin, daß er wegen ſehr vieler Arbeit nicht frühzeitig das Geſchäftslokal verlaſſen könne, daß er aber hoffe, ſie bei ſeiner Nachhauſekunft bei Ma⸗ dame Newberrh noch zu treffen.

Die Dunkelheit brach herein, die Lichter wurden angezündet und Blancha ſaß mit einem Buch in der Hand in dem Sopha, ſie las aber nicht, ſondern hielt ihre Aufmerkſamkeit auf den Corridor geheftet und war⸗ tete ihres Vaters Tritt zu vernehmen. BVald ließ ſich Dandon auch hören und trat in das Zimmer, um ſich bei ſeiner Tochter zu verabſchieden.

Werde nur nicht ungehalten, liebe Blancha, daß ich Dich ſo oft abends allein laſſe, es iſt aber wieder eine Einladung, der ich nicht aus dem Wege gehen konnte. Stanton, bei dem ich ſpeiſe, iſt einer der reich⸗ ſten Männer in der Stadt. Wenn nur mehr ſolche Fa⸗ milien hier lebten, damit es Dir nicht ſo ſehr an Ge⸗ ſellſchaft fehlte! Ich kann aber doch unmöglich aus mei⸗ ner Sphäre treten.

Sei unbeſorgt, lieber Vater, ich fühle mich ſehr

glücklich mit meinen wenigen Bekannten und im Noth⸗

falle tröſte ich mich immer mit der guten Newberry, die mir, ſeit meine liebe Anna bei ihr wohnte, immer