Teil eines Werkes 
3. Band (1866)
Entstehung
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das Zimmer, durchflog den Inhalt des Schreibens und ſagte dann zu ihr:

Es bedarf keiner Antwort, Luch. Empfiehl mich nur Deiner Herrin und ſage ihr, ich würde heute Abend zum Thee zu ihr kommen, mein Vater ſei ausge⸗ beten..

Hiermit entließ ſie die Mulattin, rief ihr aber an der Thür noch zu:Warte einen Augenblick, Luch! und eilte in das Nebengemach, von wo ſie ſogleich mit einem bunten ſeidenen Tuch in der Hand zurückkehrte und es dem Mädchen mit den Worten reichte:

Das iſt für Dich, Luch; damit ſollſt Du Dich putzen, wenn Du in die Kirche gehſt und ſollſt immer an mich denken, wenn Du das Tuch umthuſt.

Ach, Fräulein Blancha, Sie ſind gar zu gut gegen mich! Sie haben mir ſchon das ſchöne Kleid geſchenkt und nun noch dies prächtige Tuch. Womit habe ich denn das Alles verdient?

Weil Du immer gut ausrichteſt, was Dir aufge⸗ tragen wird, und weil Du überhaupt ein ſo braves Mäd⸗ chen biſt; ich werde immer für Dich ſorgen. Nun aber eile und grüße Madame Newberry recht ſchön von mir, ſagte Blancha, klopfte der erfreuten Sklavin freundlich auf die Schulter und entließ ſie. Kaum aber hatte ſich die Thür geſchloſſen, als Blancha den Brief wieder aus